Oberbürgermeister Wilhelm GeigerEin Glücksfall für Feuerbach Karl Müller Quelle: Stadtarchiv Stuttgart |
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Eingemeindung nach StuttgartDas Jahr 1933 war nicht nur ein Schicksalsjahr für
Deutschland und für Europa. Quelle: Feuerbacher Geschichtsblätter Heft 7 |
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Feuerbacher KirbeWann die erste Kirbe in Feuerbach
stattgefunden hat, ist nicht mehr mit Sicherheit
festzustellen. Quelle: Stadtarchiv Stuttgart Fotos: Archiv Rieker |
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Explosion in der Lünigschen Klischeefabrik in FeuerbachEs war am 9. Dezember 1916, mitten während des I.
Welrkrieges, als sich in der Tunnelstraße in Feuerbach
ein furchtbares Brandunglück mit Explosion in der
Lünigschen Klischeebetrieb ereignete. Dieser
Betrieb stellte Leucht- und Signalpatronen für den
Heeresbedarf mit 31 Personen, meist Minderjährigen,
her. Karl Müller Quelle: Stadtarchiv Stuttgart |
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König Wilhelm II. von Württemberg, und FeuerbachKönig Wilhelm II. von Württemberg schätzte
Feuerbach und seinen OB Geiger sehr. 1909
anläßlich der neuen Rathauseinweihung wurde
Oberbürgermeister Wilhelm Geiger von ihm mit dem
Verdienstkreuz ausgezeichnet. Zur Gewerbeausstellung 1912
konnte er zwar zur Eröffnung nicht kommen, aber er
ließ es sich nicht nehmen die Ausstellung am 16.
September zu besuchen, um sich eingehend über das
Leistungsprofil der Ausstellenden zu informieren. Als er
nach 3 Stunden die Ausstellung wieder verließ, trat
ihm die Losverkäuferin entgegen und trug ihm vor,
daß er bei der Abnahme eines Loses 4000 Mark gewinnen
könne. Lachend gab er Befehl, daß der Frau eine
Anzahl Lose abgekauft werden solle. Geehrter Herr Stadtschuldheiß! Für Ihre freundliche Zuschrift besten Dank! Es ist mir eine aufrichtige Freude gewesen, durch Abtretung eines Geländeteiles im Heimbergwald der Stadtgemeinde Feuerbach gefällig sein zu können, vor allem aber damit Kranken und Erholungsbedürftigen zu nützen. Ich werde nie aufhören, den wärmsten Anteil an dem Wohlergehen und der Entwicklung Feuerbachs zu nehmen, mit dem mich so manche Erinnerungen verbinden. Mit vollkommener Hochachtung Ihr Wilhelm Herzog zu Württemberg" Nur wenige Wochen später verstarb der Herzog und weil er verfügt hatte, daß sein Sarg nicht durch Stuttgart geführt werden dürfe, führte sein letzter Weg durch Feuerbach. Am 7. Oktober 1921 morgens um 9 Uhr passierte das Auto mit der sterblichen Hülle des verstorbenen Herzogs, unter den Klängen der Kirchenglocken, Feuerbach. Die Beisetzung fand in Ludwigsburg statt. Karl Müller Quelle: Stadtarchiv Stuttgart |
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Feuerbacher ZeitungDie Feuerbacher Zeitung wurde am 15. November 1874 von der Mittwochsgesellschaft, einer Vereinigung Feuerbacher Honoraten, gegründet. Sie hatte sich im Winter 1874/75 zur Herausgabe einer eigenen Zeitung entschloßen. Gedruckt wurde dieselbe anfänglich in der Druckerei für den Filderboten in Plieningen. Der Satz war derselbe wie beim Filderboten, nur hieß es am Kopf nicht Filderbote" sondern Feuerbacher Zeitung". Die Agentur hatte Kaufmann Karl Gabler übernommen. Im Jahr 1880 erwarb Ernst Weber den Verlag der Zeitung mit damals 80 Abonnenten, um sie in eigener, neugegründeten Druckerei, Bachstraße 9, selbst herzustellen. Das neue Unternehmen war noch nicht auf Rosen gebettet. Nach verschiedenen Umzügen erwarb sich der Verlag ein Eigenheim in der Marktstraße 31 (heute Klagenfurter Straße), wo er von 1894-1913 ansäßig war. Bis Frühjahr 1897 war die Feuerbacher Zeitung wöchentlich 3 mal erschienen, vom 1.5.1897 ab erschien sie täglich. Nach dem Tod Ernst Webers, September 1904, führte die Witwe, Frau Paula Weber, zunächst das Geschäft allein weiter. Im Jahr 1909 wurde das Blatt erweitert, die Gasmotoren mußten den Elektromotoren weichen. Ende August 1913 siedelte das Unternehmen dann über in die Bismarkstraße (heute Wiener Straße), wo ein eigenes Gebäude erstellt wurde. Nach Beendigung des 1. Weltkrieges trat der Sohn Richard Weber, als Teilhaber, ins Geschäft ein. Es wurde eine Rotationsmaschiene angeschafft, die den Druck der Zeitung erledigte. Zum 50-jährigen Jubiläum des Bestehens der Feuerbacher Zeitung wurde am 15.11.1924 eine Festzeitung herausgegeben, mit allerlei interessanten und geschäftlichen Rückblicken. Am 2. Januar 1941 wurde auf Grund von kreiswirtschaftlichen Maßnahmen die Zeitung eingestellt. Nach dem 2. Weltkrieg erschien das Lokalblatt am 11. Juni 1949 erneut unter dem alten Titel, aber unter neuer Aufmachung. Gedruckt wurde nicht mehr in Feuerbach, sondern in Zuffenhausen in Kooperation mit dem Verleger Eugen Heinz. Dieser übernahm bereits ein Jahr später aus wirtschaftlichen Gründen die Feuerbacher Zeitung als Herausgeber. Sie erschien dann unter der Bezeichnung Nord-Stuttgarter-Rundschau". Am 31. Dezember 1998 wurde auch diese Zeitung eingestellt. Karl Müller Quelle: Stadtarchiv Stuttgart |
Eugen Geiger(Aus Beiträgen in der Feuerbacher Zeitung, von 1953/1954) Wir haben in der Feuerbacher Zeitung die Verdienste Eugen Geigers schon wiederholt gewürdigt. Alte Feuerbacher werden sich an das von ihm gestaltete Stadtfest erinnern, an seine Wirksamkeit als Vorsitzender des Verschönerungsvereins und der Mittwochs-Gesellschaft, als Kirchengemeinderat und als Leiter der Volkshochschule usw. Als Heimatdichter ist er über die Mauern Feuerbachs hinaus bekannt geworden." Eine große Zahl von heimatkundlichen Beiträgen floßen aus seiner Feder und waren ein beredetes Zeugnis seines unermüdlichen Forschergeistes und seiner Liebe zu der zu seiner zweiten Heimat gewordene Stadt Feuerbach. Er stand im Mittelpunkt des kulturellen Lebens Feuerbachs. Er hat der Stadt immer die besten Dienste geleistet und man erinnert sich an die Stadtfeier, was wäre diese gewesen ohne seine bewundernswerten dichterischen Leistungen! Wir Feuerbacher sind auf seine Dichterkunst recht stolz und wir dürfen ihn mit Recht unseren Heimatdichter nennen" - sagte der damalige Oberbürgermeister Geiger bei seiner Ansprache bei der Abschiedsfeier. Das Schönste, was er seinen Feuerbachern hinterlassen hat, ist ohne Zweifel das Heimatbüchlein ,Was in Feuerbach die Amseln pfeifen', das, kaum herausgegeben, in kürzester Zeit vergriffen war. Weitere Beiträge sind: ,In der Leute Mund', Aus Schneider Bohns 7 Schubladen', ,Spielzeug am Wegrand', ,Nelken für Dich' und die dramatische Dichtung ,Gudruns Befreiung'." Über 40 Jahre wirkte Studiendirektor Geiger zuerst an der Knaben-Realschule und dann an der durch seine Initiative gegründeten Mädchen-Realschule Feuerbach. Mit recht bezeichnete der damalige Oberbürgermeister von Feuerbach Wilhelm Geiger, bei dem am 21. März 1932 zu Ehren des verdienten Schulmannes veranstalteten Abschiedsabend, Studiendirektor Eugen Geiger, als den Vater und Gründer der Mädchen-Realschule Feuerbach'." |